Limburg, 29. Dezember 1999
Trotz kräftiger Preisanstiege in den vergangenen Monaten zeigt der internationale Ölmarkt keine Anzeichen von Schwäche. Sogar eine weitere Verteuerung des Rohöls wird von Experten für wahrscheinlich erachtet. Voraussetzung dafür ist aber eine weiterhin strikte Einhaltung der Ölförderquoten innerhalb der OPEC Mitgliedsländer. Zudem leeren sich saisonbedingt die Ölläger der westlichen Industrieländer. Eine Revidierung der Förderquoten durch die OPEC ist nicht vor dem kommenden Frühjahr zu erwarten.
Limburg, 12. November 1999
Die Notierungen für Rohöl scheinen sich auf dem hohen Preisniveau zu stabilisieren. Wie geht es weiter? Stellt die Stabilisierung eine Ankündigung nachhaltig fallender Notierungen dar, oder, wovon die meisten Analysten ausgehen, dass sich der Markt schon aus jahreszeitlichen Gründen eher weiter nach oben orientiert? Experten streiten mittlerweile darüber, inwieweit sich die in der OPEC zusammengeschlossenen Exportländer an die am 1. April 1999 beschlossenen Förderbeschränkungen halten. Angeblich hat sich die im September beobachtete Neigung einiger Kartellmitglieder, die Produktion über die ihnen jeweils zustehenden Quoten hinaus zu steigern, im Oktober fortgesetzt. Unterdessen hat Venezuela erklärt, die heimische Ölwirtschaft könne vom "Jahr-2000-Problem" (Y2K) berührt werden, da einige Zulieferer ihre Vorbereitungen auf die Jahrtausendwende wohl nicht mehr rechtzeitig abschliessen werden.
Limburg, 01. Oktober 1999
Der Dollarpreis für Rohöl erreicht immer neue Höchstpunkte. Seit seinem Tief vom Februar 1999 mit etwa US Dollar 10 / Fass, hat er sich inzwischen mehr als verdoppelt. Für Verarbeiter und Verbraucher von Öl- und Ölfolgeprodukten in Europa ist zusätzlich von Bedeutung, dass der €uro heute gegenüber dem US Dollar deutlich niedriger notiert wird, was zusätzlich eine Verteuerung bewirkt. Da die Opec-Mitgliedsländer sich mit Disziplin an die ab 1. April geltenden Förderbeschränkungen halten, ist ein kurzfristiges Sinken der Rohölpreise nicht zu erwarten. Analysten können sich durchaus Preise von US Dollar 24-25 / Fass vorstellen, da der bevorstehende Winter auf der Nordhalbkugel den Bedarf an Rohöl weiter anheizen wird.