Limburg, 28. Dezember 2000

Die OPEC wird am 17. Januar 2001 wieder über ihre Förder- und Preispolitik beraten. Angesichts des zurückliegenden Preisverfalls nehmen Forderungen aus dem Kreise der OPEC zu, die Produktion wieder zu drosseln. Von Bedeutung könnte auch sein, dass der Preis letzten Donnerstag mit US $ 21,64 pro Faß die Untergrenze des Zielkorridors von US $ 22 bis US $ 28 durchbrochen hat. Sollte er 20 Werktage lang ununterbrochen bei weniger als US $ 22 liegen, träte automatisch eine Kürzung der Produktion von 500.000 Faß täglich ein.

 

 

Limburg, 18. Dezember 2000

Der Preisrutsch bei Rohöl scheint vorerst beendet zu sein. Zur Zeit bewegt sich der Preis ziemlich genau in der Mitte der Spanne von US $ 22 bis US $ 28 pro Barrel, die sich die OPEC zum Ziel gesetzt hat.

Unterdessen hat der Irak seine Ölexporte nach einer Pause von zwölf Tagen wieder aufgenommen.

 

 

Limburg, 8. Dezember 2000

Der Exportstopp des Iraks, mit dem er versuchte, die Vereinten Nationen zu erpressen, hat sich als Schlag ins Gegenteil entwickelt. Der Irak hatte gehofft, der Lieferausfall von täglich 2,3 Mio. Barrel – knapp 4% Weltmarktanteil – würde zu einem weiteren Preisanstieg in Richtung US $ 40,00 pro Faß führen. Doch Saudi-Arabien sprang sofort in die Bresche. Der Preis für Rohöl brach ein und stürzte ab.

Noch vorige Woche kostete das Barrel US $ 30,92, am Montag stürzte der Preis auf US $ 28,28 pro Barrel, am Dienstag dann sogar auf das Viermonatstief von US $ 26,58.

 

 

Limburg, 14. November 2000

Am Markt für Rohöl ist es ruhig geworden. Die Notierungen halten sich fest über US $ 30,00 pro Barrel. Man ist im Markt der Auffassung, dass die Versorgung mit Rohöl durch die OPEC derzeit kein besonderer Diskussionspunkt ist. Die bereits beschlossenen Produktionserhöhungen und die Quotenüberziehungen einzelner Mitgliedsländer sprechen für ein ausreichendes Angebot an Rohöl.

 

 

Limburg, 25. Oktober 2000

Der Preis für Rohöl schwankt stark. Dabei richtet er sich wenigstens vordergründig nach Tagesereignissen. In der Diskussion nimmt auch das nächste Treffen der OPEC im November immer mehr Raum ein. Der Markt geht offenbar davon aus, dass man eine weitere Erhöhung der Fördermengen beschließt, falls sich der Richtpreis bis dahin über der Marke von US $ 30,00 / Barrel halten sollte.

 

 

Limburg, 14. Oktober 2000

Die Nahostkrise hat die Rohölpreise auf neue Rekordhöhen getrieben. Im September lag in London der Preis bei US S 35,00 pro Faß. Das war der höchste Wert seit dem Golfkrieg 1990.

Die Ölmärkte reagieren auf massive Markteingriffe, auf politische Sorgen und auf Spekulationen von Terminhändlern. Anfang Oktober fielen sie in London unter US $ 30,00 pro Barrel, nachdem die US-Regierung ihre strategische Ölreserve angriff und 30 Millionen Barrel auf den Markt warf.

 

 

Limburg, 03. Juli 2000

Obwohl die OPEC auf Ihrem Treffen am 21.6.2000 eine leichte Erhöhung der Fördermengen beschlossen hat, dürfte Rohöl dieses Jahr nicht mehr billiger werden. Nachdem die Preis zwischenzeitlich über die Marke von US$ 30,00 je Faß gestiegen war, lag er Ende Juni knapp darunter (US$ 29,5). Die Opec-Mitglieder hatten eine Bandbreite vereinbart, nach der der Ölpreis im 20-Tages-Durchschnitt US$ 22,00 nicht unterschreiten und US$ 28,00 nicht überschreiten sollte. Die jetzt beschlossene Fördermengen-erhöhung korrigiert aber nur die bisherigen Quotenüberziehungen einiger Mitglieder des Kartells. Das Angebot wird sich deshalb sicher nicht erhöhen.

 

 

Limburg, 30. Mai 2000

Was beschließt die OPEC? Werden die Fördermengen erhöht?

Nach dem vorübergehenden Preisverfall am Rohölmarkt haben die Preise in den letzten Wochen wieder stark angezogen. Der hohe Ölpreis schadet aber auch den Förderländern, da die Verbraucher weniger verbrauchen und sich nach alternativen Energiequellen umsehen. Wegen der verlockend hohen Preise wird seit Monaten intensiv nach neuen Vorkommen in der Welt gesucht und vorhandene Kapazitäten ausgeweitet. Aber bis zur Förderreife vergehen Monate und Jahre, so dass mit zusätzlichem Angebot in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen ist. Und in den Verbraucherländern sind die Vorräte extrem niedrig und der nächste Winter auf der nördlichen Halbkugel steht bevor.

 

 

 

Limburg, 28. April 2000

Am Rohölmarkt ist es derzeit außerordentlich ruhig. Eine Ruhe vor dem Sturm, oder eine Entspannung der Situation? Trotz der äußerlich sehr ausgeglichenen Preisentwicklung, könne jede negative Nachricht starke Preiserhöhungen auslösen. Der Markt sei extrem labil. Es wird intensiv die Einhaltung der Fördermengenquoten der OPEC-Mitglieder beobachtet. Offiziell wurde mitgeteilt, dass der Grad der Befolgung nach 90% im September 1999 und 75% im Februar dieses Jahres im März nur noch bei 68% lag.

 

 

Limburg, 11. April 2000

Die Röhölpreise haben ihren in diesem Jahr bislang tiefsten Stand erreicht. In New York wurden gestern knapp US$ 24,00 pro Faß, in London sogar nur US$ 22,00 pro Faß erzielt. Man spekuliert jetzt, daß die OPEC ihre Fördermengen sogar noch weiter drosselt. Beim Treffen am 27. März wurden keinerlei Änderungen der Fördermengen beschlossen.

 

 

Limburg, 7. März 2000

Die Rohölpreise sind Anfang dieser Woche dramatisch in die Höhe geschossen. Die Marke von US$ 30,00 pro Faß ist in London deutlich überschritten worden, in New York wurden sogar US$ 34,00 pro Faß gezahlt. Seit Dezember 1998 haben sich die Preise damit mehr als verdreifacht. Lediglich kurz vor Beginn des Golfkrieges 1991 mußte für Rohöl mehr bezahlt werden als heute. Seinerzeit war der Preis auf US$ 42,00 geklettert. Ob die OPEC-Mitglieder ihre Fördermengen erhöhen um eine Entspannung der Preissituation herbeizuführen, wird sich auf ihrem nächsten Treffen am 27. März herausstellen.

Die €-Länder haben zusätzlich noch mit der €-Schwäche gegenüber dem US-Dollar zu kämpfen. Dies verteuert das Rohöl nochmals um rund 20%.

 

 

Limburg, 23. Februar 2000

Rohöl wird mittlerweile knapp unter der psychologischen Marke von US$ 30,00 gehandelt. Vor kaum mehr als 12 Monaten lag dieser Preis noch bei US$ 11,00 pro Faß. Jetzt werden erste Befürchtungen laut, daß die steigenden Rohölpreise die Konjunkturentwicklung negativ beeinflusse. Man fordert von der OPEC beim nächsten Treffen am 27. März eine Produktionssteigerung zu beschließen.

 

 

Limburg, 4. Januar 2000

1999 ist aufgrund der ungewöhnlich großen Disziplin der OPEC-Mitglieder der Rohölpreis um gut 130% gestiegen. Seit Februar 1999 ist der Preis kontinuierlich geklettert. Diese Entwicklung scheint ungebrochen, mittlerweile werden schon rund US$ 27,00 pro Faß bezahlt.

 
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