Limburg, 29. Dezember 2001
Die OPEC hat auf ihrer Tagung in Kairo die Fördermengenkürzung um 1,5 Mio. Fass täglich beschlossen. Da auch die Nicht-OPEC-Länder Russland, Mexiko, Norwegen, Oman und Angola, nach anfänglichem Zögern, dann letztlich einer Drosselung um rund 462.000 Barrel ihrerseits zustimmten, wird für die nächsten 6 Monate die Fördermenge um rund 2 Mio. Fass täglich reduziert. Die Kürzung soll zu einem Anstieg der Ölpreise auf 20 bis 25 Dollar pro Barrel führen. Zuletzt war, in Erwartung der Fördermengenkürzung, der aktuelle Preis für Rohöl der Nordseesorte „Brent“ bereits gestiegen und lag am Freitag mit 20,67 Dollar pro Barrel bereits 0,33 Dollar über der Vortagsnotierung.
Limburg, 27. Dezember 2001
Die Rohölpreise steigen wieder. Die Nordseemarke „Brent“ hat die Marke von 20,00 Dollar pro Barrel überschritten und sich seit Mitte November um 20% verteuert. Der Preisanstieg liegt darin begründet, dass allgemein erwartet wird, dass die OPEC die angekündigte Fördermengenkürzung um 1,5 Mio. Fass auf täglich 21,7 Mio. Fass zum 1.1.2002 in die Tat umsetzt.
Limburg, 23. Dezember 2001
Die OPEC hat für den 28. Dezember eine Sondersitzung nach Kairo einberufen. Dies hat allgemein für Unruhe am Rohölmarkt gesorgt, da im Verlauf dieser Tagung wichtige und entscheidende Hinweise erwartet werden, ob das Kartell wieder in der Lage ist, die Kontrolle über die Angebotsseite des Ölmarktes zu bekommen.
Limburg, 17. Dezember 2001
Der Preis für Rohöl scheint stabil auf niedrigem Niveau. In der vergangenen Woche hat er das Tief vom November erneut getestet und danach zu einer leichten Erholung angesetzt.
Limburg, 14. Dezember 2001
Die Stimmung am Rohölmarkt ist angespannt. Die Nordseemarke „Brent“ ist unter den Preis von Dollar 18,00 pro Barrel gesunken.
Limburg, 10. Dezember 2001
Ab 1. Januar 2002 will Russland seinen Ölexport um 150.000 Faß je Tag reduzieren. Der Ölpreis ist auf die Ankündigung hin auf US $ 20,05 / Faß gestiegen.
Limburg, 3. Dezember 2001
Der Streit zwischen der OPEC und Russland über eine Senkung der Fördermengen geht nun schon in die dritte Woche. Über US $ 15,00 / Barrel wird an den Börsen jetzt gesprochen, als wäre das ganz normal. Der Markt blickt gespannt der zweiten Dezemberwoche entgegen, in der Russland wahrscheinlich entscheiden wird, ob es der Forderung der OPEC nach Kürzung der Produktionsmengen nachkommt. Sollte sich Russland in der Tat querstellen, könnte der Ölpreis kollabieren. Doch selbst wenn Russland einlenken sollte, wäre keinesfalls sichergestellt, dass sich der Ölpreis wieder oberhalb der Marke von US $ 20,00 / Barrel stabilisiert.
Limburg, 19. November 2001
Marktbeobachter erwarten einen Preiskrieg zwischen Russland, Norwegen und der OPEC, die dieses Jahr bereits dreimal ihre Fördermengen um insgesamt 3,5 Mio Barrel täglich reduziert hat. Das half jedoch wenig, weil gleichzeitig die Nichtmitglieder des Kartells ihre Fördermengen kräftig auf mehr als 46 Millionen Barrel täglich erhöht haben. Solche Rivalitäten hatten schon Mitte der 80er und seit Anfang der 90er Jahre zum Verfall der Ölpreise geführt. Mit Blick auf die derzeitige Marktlage wäre der kuwaitische Ölminister Adel Kalidh al-Sabeeh bei einem Rückgang des Ölpreises bis auf US $ 10,00 / Faß nicht überrascht. Die Börsen haben bereits reagiert. Am Abend lag der Rohölpreis bei US $ 16,20 / Faß, so wenig, wie zuletzt vor 2 Jahren.
Limburg, 16. November 2001
Die OPEC will ihre Produktion nur drosseln, wenn auch die ölproduzierenden Nichtmitgliedstaaten ihre Fördermengen reduzieren.
Die OPEC werde ihre gegenwärtige Fördermenge von 23,2 Millionen Barrel um 1,5 Millionen Barrel am Tag „nur unter der Bedingung kürzen, dass die Produzenten außerhalb der OPEC ihre Förderung um 0,5 Millionen Barrel zurückfahren“.Ein Preisband von US $ 22,00-28,00 werde seitens der OPEC angestrebt. Während Mexiko und Oman eine Kürzung ihrer Produktion in Aussicht stellen, lehnt Norwegen dies strikt ab, während Russland, neben den USA das wichtigste Förderland außerhalb der OPEC, seine derzeitige Fördermenge von täglich 7 Millionen Faß nur um die geringfügige Zahl von 30.000 Faß täglich zu kürzen bereit ist. Hier hält man einen Preiskorridor von US $ 16,00 – 23,00 für sinnvoll.
Limburg, 14. November 2001
Die Rohölnotierungen haben sich um die Marke von US $ 20,00 / Faß eingependelt, um man blickt mit Spannung nach Wien, wo sich heute die OPEC zu Beratungen einfindet. Es wird allgemein eine Senkung der Fördermengen um 1,5 Mio Faß täglich erwartet. Im Vorfeld der Tagung hat sich das Kartell bemüht, auch die unabhängigen Produzenten wie Mexiko, Russland und Norwegen zu geringeren Fördermengen zu bewegen.
Limburg, 2. November 2001
Die Preise für Rohöl sind in den vergangenen Wochen kontinuierlich bis knapp unter die Marke von US $ 20,00 / Barrel gefallen. Sie lagen damit auf dem tiefsten Stand seit August 1999. Die Meinungen der Experten gehen deutlich auseinander. Einige erwarten von der OPEC, auf ihrer Sitzung am 14. November 2001, eine Drosselung der Produktion um den Ölpreis zu stabilisieren, andere Sind der Auffassung, dass gerade billiges Öl der Weltwirtschaft in ihrer gegenwärtigen Verfassung hilft.
Limburg, 1. Oktober 2001
Seit der Golfkrise 1990/91 ist der Preis für Rohöl nicht mehr so scharf eingebrochen wie in der vergangenen Woche. Der Preis fiel auf US $ 21,70 / Barrel. Aufgrund dieser Preiseinbrüche, hat die OPEC auf Ihrer Sitzung am 26.9.2001 auch nicht die allgemein erwartete Erhöhung der Förderquoten beschlossen. Die Produktion beträgt unverändert 23,2 Millionen Faß am Tag.
Limburg, 26. September 2001
Die zuletzt gezeigten leicht fallenden Tendenzen haben am Montag zu einem Preisrutsch der Rohölnotierungen geführt. Am Abend kostete ein Barrel nur noch rund US $ 22,00. Konkrete Gründe für den Preisrutsch waren nicht auszumachen. Es beherrschen aber Vermutungen über den Beginn einer weltweiten Rezession die Diskussionen.
Limburg, 25. September 2001
Im Großen und Ganzem stabil aber mit leicht fallender Tendenz verhielt sich der Ölmarkt in den letzten Tagen. Die Spekulanten auf höhere Preise nach den Anschlägen von New York scheinen zu resignieren. Zudem hat die OPEC signalisiert, im Falle von Versorgungsstörungen die Exporte zu erhöhen.
Limburg, 13. September 2001
Wie erwartet, sind die Rohölpreise nach den Terroranschlägen sofort in die Höhe geschossen. Sie überschritten zunächst die wichtige Marke von US $ 30,00 / Faß, einen Tag später beruhigten sie sich jedoch bereits. Der Preis pendelte sich bei US $ 28,00 / Faß ein und lag damit nur wenig über dem Stand vom Montag, 10. September 2001. Die Amerikaner waren nach einer längeren Pause in den vergangenen Wochen wieder als Nachfrager auf den europäischen Benzinmarkt eingetreten, was den Ölpreis schon vor den Anschlägen auf US $ 27,00 / Faß getrieben hatte. Eine Rolle für relativ feste Ölpreise spielt auch der herannahende Winter, der zu steigender Nachfrage nach Heizöl führen wird.
Limburg, 11. September 2001
Mit Entsetzten haben wir die Nachrichten und Bilder der Anschläge in den USA aufgenommen. Wir hoffen, dass die Lage jetzt nicht ins Unberechenbare eskaliert. Fürs erste erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Rohölpreise, die sich aber hoffentlich bald wieder normalisieren. Wir halten Sie informiert.
Limburg, 3. September 2001
Nun schon seit Wochen uneinheitlich, alles in allem aber stabil, zeigt sich der Markt für Rohöl. Am 1. September ist der Beschluß der OPEC einer Fördermengenkürzung um 1 Mio. Faß täglich in Kraft getreten. Aufmerksamkeit verdient das Verhalten Russlands als Ölexporteur. Die Förderung wird derzeit erhöht, eine Senkung des Ausfuhrzolls wurde beschlossen. Somit wird es wohl zu Veränderungen am westeuropäischen Ölmarkt kommen. Es könnten zukünftig mehr Mengen an Nordseeöl und Öl aus Westafrika für den amerikanischen Markt zur Verfügung stehen.
Limburg, 30. Juli 2001
Die OPEC hat überraschend beschlossen, die Fördermenge ab 1. September um 1 Million Faß täglich zu senken. Die Fördermenge läge dann bei 23,2 Millionen Faß am Tag. Trotzdem sind die Preise für Rohöl nur leicht gestiegen. Man vermutet, die Fördermengenkürzung wurde vor der Befürchtung eines weiteren Preisverfalls beschlossen. Die Ölpreisentwicklung wird allgemein mit der weiteren Entwicklung der Weltkonjunktur in Abhängigkeit gebracht. Sollte sie sich in der zweiten Jahreshälfte deutlich erholen, wären aufgrund eines höheren Bedarfs höhere Ölpreise die Folge. Doch die Wahrscheinlichkeit einer Konjunkturerholung wird allgemein als sehr gering eingeschätzt.
Limburg, 22. Juli 2001
Nach einer Schwächephase, in der der Rohölpreis teilweise auf das niedrigste Niveau seit April d.J. gefallen war, zog er in der letzten Woche wieder an. In Fachkreisen ist man der Auffassung, dass die OPEC nicht mehr das offiziell gesteckte Preisband von US $ 22,00 – 28,00 / Faß verfolgt, sondern versucht eine Spanne zwischen US $ 25,00 – 30,00 zu erreichen.
Limburg, 9. Juli 2001
Wie erwartet hat die OPEC keine Veränderung ihrer Fördermengen beschlossen. Dem in der zweiten Junihälfte erfolgten Einbruch der Rohölpreise, folgte zuletzt ein Phase der Erholung. Man bewegt sich derzeit auf einem Preislevel um US $ 27,00 / Faß.
Limburg, 2. Juli 2001
Der Rohölpreis ist, wie vermutet, abgerutscht, aber doch deutlicher, als erwartet. Zuletzt lagen die Notierungen teilweise unter US $ 26,00 / Faß. Vor dem Treffen der OPEC am 3. Juli werden aber keine Produktionsbeschlüsse erwartet. Das Angebot an Rohöl wird wegen steigender Förderung und stagnierender oder sogar sinkender Verbrauchsmengen als ausreichend beschrieben.
Limburg, 18. Juni 2001
Die Preise für Rohöl bewegen sich knapp unter der bedeutsamen Marke von US $ 30,00 / Faß. Ein Übersteigen dieser Marke wird allgemein derzeit nicht erwartet. In ca. 3 Wochen wird die OPEC erneut zusammentreffen, um über die Marktlage zu beraten.
Limburg, 11. Juni 2001
Die Preise für Rohöl halten sich auf dem hohen Niveau. Die Benzinpreise am amerikanischen Markt, die zuletzt Rekordhöhen erreicht hatten, haben deutlich nachgelassen. Ein konjunkturbedingt geringerer Bedarf, die Höchstleistungen amerikanischer Raffinerien und die massiven Benzinzukäufe amerikanischer Importeure im Ausland scheinen die Versorgungsengpässe in Amerika aufs erste beseitigt zu haben. Der Preis für Rohöl könnte demnach demnächst etwas zurückgehen. Doch die nach wie vor unzureichenden Raffineriekapazitäten lassen für den Herbst abermals Knappheiten an Heizöl und Treibstoff befürchten. Vor dem Hintergrund eines Wirtschaftswachstums von nur 1,3 % stellt man sich die Frage, was mit den Preisen und der Vorsorgung geschehen wäre, wenn das Wachstum höher gewesen wäre. Der weltweit so schnell nicht zu behebende Mangel an Raffineriekapazitäten, und nicht die Förderpolitik der OPEC ist der Kern des Übels steigender Energiepreise.
Limburg, 28. Mai 2001
Letzte Woche gab es vereinzelt Durchbrüche der Marke von US $ 30,00 / Faß. Ein Preislevel über dieser Marke konnte aber nicht gehalten werden. Der Ölpreis bewegt sich heute deutlich auf einem höheren Niveau, als es vor Monaten von den Analysten erwartet wurde. Obwohl die Verarbeitungsmengen der Raffinerien für Benzin auf Rekordhöhen liegen, kann man nicht von einem Überangebot an Rohöl sprechen. Sollte die Nachfrage nach Benzin am amerikanischen Markt zurückgehen, werden sinkende Rohölpreise erwartet.
Limburg, 20. Mai 2001
Die Preise für Rohöl liegen jetzt dicht unter psychologisch bedeutsamen Marke von US $ 30,00 / Faß. Die Kapazitäten der amerikanischen Raffinerien zur Herstellung von Benzin sind schon seit langem ausgeschöpft, die europäischen Raffinerien arbeiten auf Hochtouren, um den amerikanischen Markt mit zu versorgen. Die Knappheit an Benzin im amerikanischen Markt hält den Ölpreis weiterhin hoch.
Limburg, 7. Mai 2001
Die steigenden Benzinpreise am amerikanischen Markt treiben die Preise für Rohöl in die Höhe. Der Rohölpreis liegt derzeit zwischen US $ 25,00 – 30,00 / Faß, es drohen aber Ausreißer nach oben. Selbst die OPEC möchte ein Ansteigen über diese psychologisch wichtige Marke verhindern, da dann die bereits angeschlagene Weltwirtschaft einen weiteren Dämpfer erhielte.
Limburg, 17. April 2001
In den ersten beiden Aprilwochen sind die Rohölpreise bereits um gut US $ 2,5 Dollar pro Faß gestiegen. Auslöser sind die Fördermengendrosselung der OPEC und insbesondere die kritisch niedrigen Benzinbestände in den USA.Die jüngsten Lagerbestandszahlen für den US-Markt waren positiver ausgefallen als erwartet. Die Rohölbestände konnten sogar zulegen. Aber dennoch zogen die Notierungen an den Ölhandelsplätzen steil an. Seit dem 1. April exportieren die OPEC-Länder ca. 1 Mio. Barrel am Tag weniger. Dies entspricht einer Drosselung um 4 %. Damit liegt die OPEC-Förderleistung bei etwa 24,2 Mio Barrel/Tag.
Limburg, 2. April 2001
Die Notierungen für Rohöl bewegen sich derzeit in engen Grenzen. Jedoch weisen Analytiker darauf hin, dass saisonale Einflüsse letztlich für sinkende Preise sprächen. Das zweite Quartal eines Jahres stelle gewöhnlich die Phase des geringsten Bedarfs dar, während der die im Winter verringerten Vorräte wieder aufgestockt würden. Trotz der seit gestern geltenden Produktionssenkung verliert, nach Meinung von Fuller Markets, London, die OPEC, aufgrund der sinkenden Nachfrage, mehr und mehr die Kontrolle über den Ölmarkt. Ende 1998 hatten die Mitglieder des Kartells bei einem Ölpreis von US $ 10 pro Barrel nichts mehr zu verlieren gehabt, als sie die Fördermengen drastisch reduzierten. Heute sehe alles anders aus. Die Förderländer wüssten, dass die guten Zeiten vorüber seien. Daher dürften sie zukünftig die ihnen zustehenden Förderquoten überschreiten. Nicht zuletzt steige die Produktion wegen der vergleichsweise hohen Preise auch in jenen Ländern beträchtlich, die der OPEC nicht angehörten. Daran werde sich nichts ändern, solange der Ölpreis über der Marke von US $ 15 pro Barrel bleibe.
Limburg, 26. März 2001
Es ist wieder Ruhe in den Rohölmarkt eingekehrt. Auf dem Treffen der OPEC am 16. März wurde eine Reduzierung der Fördermenge um 1 Mio. Faß täglich vom 1. April an, beschlossen. Die Notierungen zogen zuletzt moderat an.
Limburg, 12. März 2001
Am Markt für Rohöl haben sich die Preise zuletzt unter leichtem Druck befunden. Es herrscht eine gewisse Unsicherheit vor dem OPEC-Treffen . Mittlerweile wird eine Senkung der Förderquoten erwartet.
Limburg, 26. Februar 2001
Am Markt für Rohöl wird es immer ruhiger. Die Notierungen schwanken im überschaubaren Bereich auf hohem Niveau. Die nächsten drei Wochen dürften im Zeichen von Mutmaßungen über den Ausgang des nächsten Treffens der OPEC am 16. März in Wien stehen. Z.Z. sieht es wohl so aus, dass man keine weitere Produktionsdrosselung unternehme, falls der Preis bei der Richtgröße von US $ 25 pro Faß bleiben sollte. In London kostete das Barrel zuletzt gut US $ 26.
Limburg, 12. Februar 2001
Rohöl hat sich in der vergangenen Woche weiter leicht verteuert. In New York liegen die Notierungen nun wieder deutlich über US $ 30,00 pro Barrel. Mit diesen gegenwärtig herrschenden Preisen scheint die OPEC zufrieden zu sein. Hochrangige Vertreter haben jüngst erklärt, man sehe keine Notwendigkeit einer weiteren Drosselung der Förderung.
Limburg, 19. Januar 2001
Die OPEC hat auf ihrem Treffen am Mittwoch beschlossen, ihre Ölförderung vom 1. Februar an um 1,5 Mio. Faß auf
25,2 Mio. Faß am Tag zu senken. Die Rohölpreise scheinen davon unbeeindruckt und bewegen sich weiter um US $ 25,00 per Barrel.