Fragen & Antworten

zu PE-Folie

Frage:

... wie Ihnen bekannt ist, benutzen wir PE-Flachfolienzuschnitte als Zwischenlage bei Pflastersteinpaketen. Es kommt vor, dass nicht so gängige Artikel 1-2 Jahre auf unserem Gelände lagern, das heisst, sie sind der Witterung ausgesetzt. Hier haben wir festgestellt, dass sich die Folie auflöst und im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht wird und zur Umweltbelastung wird?

Antwort:

Polyethylen gehört neben anderen Thermoplasten, z.B. Polypropylen, zu den Polyolefinen. Ethylen, der Baustein des Polyethylens, ist das am einfachsten aufgebaute Olefin:

 H    H

 |     |

 C = C

 |     |

 H    H

Die Ethylenmoleküle werden bei der Polymerisation miteinander verknüpft. Dadurch entstehen lange, kettenförmige Makromoleküle aus gleichen Bausteinen. Die Polyethylen-Moleküle enthalten Verzweigungen. Der Grad der Verzweigung der Molekülketten und die Länge der Seitenketten beeinflussen die Eigenschaften des Polyethylens wesentlich.

Unter dem Einfluß von Sauerstoff und Licht werden diese Molekülketten „gesprengt", das Polyethylen zerfällt und löst sich letztlich wieder in seine Ausgangsstoffe Wasser- und Kohlenstoff auf. Dieser Prozeß beginnt sofort, für unser Auge sichtbar wird es aber erst nach ca. 1 Jahr, je nach Sonnenintensität. Deshalb ist Polyethylen umweltfreundlich, es entstehen keinerlei Rückstände, Gase oder sonstige Rückstände.

Gerade dies wollen Sie aber im vorliegenden Fall nicht. Erschwerend kommt hinzu, daß Regeneratfolie aufgearbeitete Altfolie ist. Beim Recycling wird Altfolie kleingeschnitzelt, aufgeschmolzen und neu zu Folie extrudiert. Dadurch werden aber die Molekülketten ganz massiv zerstört, d.h. Sie haben bei einer Regeneratfolie relativ kurze, wenig verzweigte Molekülketten. Die Folie hat demzufolge auch keine hohen mechanischen Festigkeiten mehr.

Folgende Verbesserungsvorschläge wären zu prüfen:

1. Einsatz von transparenter Neuware. Da die Folie zwischen den Steinen dunkel und relativ trocken liegt, dürfte eine Zersetzung relativ langsam erfolgen, lediglich zwischen den Steinen herausragende Folie würde sich zersetzen, ebenso eingesetzte Deckblätter.

2. Einsatz von Neuware, aber mit UV-Schutz ausgerüstet. Nachteil: relativ teuer (ein Angebot fügen wir bei), außerdem käme diese Folie dann auch bei den Artikeln zum Einsatz, die einen weit höheren Lagerumschlag haben.

3. Schutz Ihrer weniger gängigen Artikel durch eine schwarze Abdeckhaube. Schwarz ist der beste Schutz vor Licht und UV Bestrahlung. Es hat aber den Nachteil, daß Sie nicht mehr erkennen, was unter der Folie gelagert wird, sofern Sie nicht etikettieren.

Bitte diskutieren Sie innerhalb Ihres Hauses unsere Vorschläge, wobei wir bei Rückfragen selbstverständlich zu Ihrer Verfügung stehen.

Frage:

...wir suchen Polypropylenfolie klar, durchsichtig, beidseitig "Antibeschlag" behandelt zur Herstellung von Beuteln für Gefriergut. Folienstärke 20-25 µ, 2000-4000 Meter per Rolle, ca. 20-40 Tonnen/ Monat?

Antwort:

Bei der "Antibeschlag" Beschichtung wird ein Antistatikum aufgebracht, welches lebensmittelrechtlich nicht ganz unbedenklich und somit für den Einsatz im Lebensmittelbereich umstritten ist. Bei der Verpackung von Textilien (bspw. Hemden) wäre eine Ausrüstung der Folie mit dem Antistatikum völlig unbedenklich, im vorliegenden Fall nehmen wir aber von einer Angebotsabgabe Abstand. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind eine Event- u. Veranstaltungsagentur im Outdoorbereich. Wir konstruieren gerade ein riesiges Labyrinth. Dieses sollte aus Holz und Folie bestehen. Nun sind wir auf der Suche nach einer Folie, die sehr reißfest ist, wetterbeständig, nicht durchsichtig und eine Breite von ca. 250 cm hat. Die Länge wird gerade berechnet, werden aber sicherlich 2000 - 3000 m sein. Könnten Sie uns diesbezüglich helfen?

Antwort:

Wir verarbeiten ausschließlich umweltfreundliches Polyethylen (PE). PE hat die Eigenschaft, sich unter der Einwirkung von Licht und Sauerstoff zu zersetzen und in seine Ausgangsstoffe Kohlenstoff und Wasserstoff aufzulösen.

Durch die Beigabe von sog. UV-Stabilisatoren bei der Herstellung der Folie kann man dieses Phänomen verzögern. Auch eine Schwarzeinfärbung der Folie verzögert bereits die Zersetzung - und - Sie haben eine undurchsichtige Folie (die Frage ist halt nur, ob Ihnen das gefällt).

Eine dickere Folie zersetzt sich langsamer und hat höhere Festigkeitswerte. Wir würden Ihnen eine schwarz eingefärbte Folie (evtl. zusätzlich uv-stabilisiert) in einer Folienstärke von 250 - 300 my (0,250 - 0,300 mm) empfehlen.

Frage:

...bitte senden sie mir sämtliche Informationen über Ihre Aluverbundbeutel (Größen, Stärke, Abnahmemenge, Spezifikation, Preis). Weiters benötige ich Auskunft über die Wasserdampfdurchlässigkeit des Materials und ob man diese Folie mit einem Folienschweißgerätverschließen kann. Ich danke Ihnen bereits im voraus.

Antwort:

Aluverbundbeutel sind Beutel, die aus einer Aluminiumverbundfolie hergestellt sind.

  • Lieferbar mit oder ohne Einreißkerbe zum besseren Öffnen.  
  • Aluverbundfolie ist eine Folie, bei der eine Aluminiumfolie gegen andere Folien kaschiert (geklebt) wird. Es sind hier verschiedene Folienaufbauten bzw. Folienkombinationen möglich. Die Aluminiumschicht macht die Folie wasser- und wasserdampfdicht.
  • Aluverbundfolienbeutel bieten Schutz vor Korrosion, Farbveränderungen, UV-Strahlen, Säuren und Basen, Gerüchen sowie mechanischen Beschädigungen. Darüber hinaus sind die Beutel zur Langzeitkonservierung geeignet.
  • Die Aluverbundbeutel sind heißsiegelfähig, aber auch mit Clipsen verschließbar.
  • Die Beutel sind lösungsmittelfrei. 

Frage:

Ist Polyethylen in der Herstellung, beim Gebrauch oder in der Entsorgung umweltgefährdend?

Antwort:

Polyethylen ist unter ökologischen Gesichtspunkten eines der umweltfreundlichsten Materialien:

  • Es ist ein effizientes Material. Für die weltweite Produktion von Polyethylen wird jährlich noch nicht einmal 1 Prozent der gesamten Erdöl- und Erdgasproduktion aufgewendet.
  • Die Herstellung von Polyethylen ist relativ sauber und effizient: Der Schadstoffausstoß ist minimal, und es entsteht nahezu kein Abfall.
  • Polyethylen ist sehr gut wiederverwertbar. Es handelt sich um thermoplastisches Material, d.h. man kann es nahezu unbegrenzt einschmelzen und wieder zu neuen Produkten verarbeiten. So werden heute Tragetaschen und Hausmüllsäcke aus recyceltem Polyethylen hergestellt.
  • Wenn Polyethylen nach Gebrauch eingesammelt wird und nicht neu verarbeitet werden kann, stellt es einen hochwertigen Brennstoff im Rahmen der Energiegewinnung dar.

Frage:

Telefonische Anfrage des Sicherheitsbeauftragten eines Kundens, der Schrumpfhauben bezieht:

...von den Mitarbeitern des Betriebes kam die Anfrage, ob der Eigengeruch der Schrumpfhaube und der beim Einschrumpfen der Palette entstehende Geruch gesundheitsgefährdend ist?

Antwort:

Sehr geehrter Herr S., Wir nehmen Bezug auf unser Telefonat von heute vormittag.

Polyethylen gehört neben anderen Thermoplasten, z.B. Polypropylen, zu den Polyolefinen. Ethylen, der Baustein des Polyethylens, ist das am einfachsten aufgebaute Olefin:

H    H

|     |

C = C

|     |

H    H

Die Ethylenmoleküle werden bei der Polymerisation (daher die Bezeichnung Polyethylen) miteinander verknüpft. Dadurch entstehen lange, kettenförmige Makromoleküle aus gleichen Bausteinen. Eine Polymerisation können Sie sich wie eine Art Kochvorgang in einem Schnellkoch-Drucktopf vorstellen. Unter Wärme und Druck wird die C = C Doppelbindung aufgebrochen und kann sich so mit einem anderen Molekül verbinden.

Die Polyethylen-Moleküle enthalten Verzweigungen. Der Grad der Verzweigung der Molekülketten und die Länge der Seitenketten beeinflussen die Eigenschaften des Polyethylens wesentlich.

Unter dem Einfluß von Sauerstoff und Licht werden diese Molekülketten "gesprengt", das Polyethylen zerfällt und löst sich letztlich wieder in seine Ausgangsstoffe Wasser- und Kohlenstoff auf. Dieser Prozeß beginnt sofort, für unser Auge sichtbar wird es aber erst nach ca. 1 Jahr, je nach Sonnenintensität. Deshalb ist Polyethylen umweltfreundlich, es entstehen keinerlei Rückstände, Gase oder sonstige Rückstände. Ausgangsprodukt aller Folien aus Polyethylen (Polyethylen gibt es als HDPE und LDPE. Den Unterschied sieht und fühlt man den Zahlen 2 bzw. 4 im Recyclingsymbol) ist Polyethylengranulat, was man von großen Chemiefirmen wie beispielsweise BASF oder Degussa-Hüls beziehen kann.

Dieses Granulat wird in Extrudern aufgeschmolzen (ein Extruder ist vergleichbar einem großem Fleischwolf mit einer Heizung). Diese Schmelze wird dann über einen Blaskopf wie ein "Bubbel-Kaugummi" aufgeblasen, abgekühlt und über Walzen zu einem Folienschlauch zusammengelegt. Der Folienschlauch wird zu großen Rollen aufgewickelt und u.a. zu Schrumpfhauben weiterverarbeitet.

Beim Aufschmelzen und anschließendem Blasen der Folie entsteht ein Geruch, einer brennenden Stearinkerze ähnelnd. Sie können das nachvollziehen, indem Sie ein Stück Folie anzünden und am entstehenden Qualm riechen (Achtung: Vermeiden Sie, daß Ihnen abtropfendes, aufgeschmolzenes Polyethylen auf die Haut oder Kleidung tropft. Führt zu schmerzhaften Verbrennungen). Dieser Geruch verflüchtigt sich relativ schnell und ist absolut gesundheitlich unbedenklich.

Da die von Ihnen eingesetzten Schrumpfhauben sofort nach Fertigung zusammengelegt und verpackt werden, hat dieser Geruch keinerlei Chance, sich zu verflüchtigen. Deshalb riecht die Folie beim Auseinanderfalten und beim Überziehen über die Palette. Dieser Geruch ist aber relativ schnell verflogen und geht auch in keinsterweise auf Ihr zu verpackendes Gut über.

Wir hoffen, diese Ausführungen kommen Ihren Erwartungen einigermaßen entgegen. Sollten Sie weitere Fragen haben, lassen Sie es uns bitte wissen. Wir beraten und informieren Sie gerne.

Frage:

Im Rahmen eines Projektes mit einem Kunden suchen wir eine atmungsaktive Folie. Durch die Folien sollte auch Stickstoff diffundieren können. Können Sie uns bitte mitteilen, wie dick Ihre Folien sind?

Antwort:

Hochdruckpolyethylen (LDPE - Low Density PolyEthylene) ist wie alle Kunststoffe für Gase und Dämpfe durchlässig. Diese Durchlässigkeit spielt vor allem bei Verpackungsmaterialien eine große Rolle. Bei Folien wird im allgemeinen nicht der Permeationskoeffizient P, sondern die Durchlässigkeit q angegeben, ohne die Werte auf Dickeneinheiten zu reduzieren. Nachfolgend die Durchlässigkeit einer 100 my dicken LDPE-Folie (Dichte 0,918 g/cm³) für verschiedene Gase und Dämpfe bei 23°C:

Gas oder Dampf          Durchlässigkeit cm³/m² x d x bar (DIN 53 380)
Stickstoff700
Sauerstoff2.000
Helium5.000
Wasserstoff8.000
Kohlendioxid10.000
Schwefeldioxid40.000
Ethylendioxid100.000
Methylbromid300.000
Wasserdampf1g/m² x d (DIN 53122)

Die Durchlässigkeit ist abhängig von der Dichte und der Dicke der Folie. Wir fertigen LDPE Folien ab einer Stärke von ca. 20 my bis annähernd 500 my, HDPE (Dichte ca. 0,95 g/cm³) in Stärken ab 7 my bis ca. 150 my.

Außer der Foliendicke und der Dichte beeinflussen die chemische Natur des Füllgutes, die Lagertemperatur und die Lagerungsdauer die Durchlässigkeit.

zu wasserlöslicher Folie

Frage:

... wir planen den Einsatz wasserlöslicher Folien. Wie lässt sich diese verschweißen?

Antwort:

Wasserlösliche Folie läßt sich mit den üblichen Thermoschweißgeräten verschweissen. Bei dem einen oder anderen Typ kann es aber notwendig sein, die Schweißzeit und -temperatur zu erhöhen. Dies sind Werte und Erfahrungen, die man vor Ort ermitteln muss.

Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin in den Niederlanden für ein Expertisenbüro tätig und im Rahmen dieser Tätigkeit auf folgendes Problem gestossen. Beim Herstellen eines Betonfussbodens hat sich herausgestellt das sich Kunststoffoliestücken im Beton befanden. Scheinbar haben sich die (wasserlöslichen) Säcke der dem Beton zugegebenen Farbpigmente nicht restlos aufgelöst. Sind ihnen derartige Probleme bereits bekannt. Falls ja worin liegt die Ursache? Laut Betonzulieferer befand sich der Beton 2 Stunden im Mischer. Eine Vermutung ist, dass sich die Knoten der Folienbänder mit denen die Säcke zugebunden werden nicht aufgelöst haben...

Antwort:

Sehr geehrter Herr ......,

das Problem kann unterschiedliche Ursachen haben:

1. wie Sie schon richtig vermuten, daß der Knoten zu dick ist und die Folie deshalb zu lange braucht um sich aufzulösen.

2. Es handelt sich um ein Kompatibilitätsproblem, d.h. das Produkt (Betonfarbe) ist eine chemische Reaktion mit der Folie eingegangen. D.h. die Folie löst sich nicht mehr auf oder benötigt Heißwasser.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Verpackungsproblem

Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten Sie um Unterstützung bei der Lösung eines Verpackungsproblems.
Für ein Entwicklungsprodukt (Feststoff) unserer Firma suchen wir eine
lösliche Folienverpackung. Die Auflösung soll nicht in reinem Wasser erfolgen, sondern in einer wässrigen Lösung.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Antwort:

Guten Tag, Frau Dr. ...

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Ich sende Ihnen mit seperater Post Unterlagen und Muster wasserlöslicher Folie zu.

Bitte beachten Sie, daß bei Einsatz einer wasserlöslichen Folie (Material PVOH) im Vorfeld eine Produktverträglichkeit notwendig ist. Es kann eine Reaktion zwischen Folie und Produkt erfolgen, d.h. die Folie kann sich u.U. nicht mehr auflösen. Das Füllprodukt darf auch max. 5% Wasser beinhalten, ansonsten löst sich die Folie sofort auf.

Produktverträglichkeitsprüfungen führen wir in unserem Labor in den USA für Sie durch, ich benötige dazu im Vorfeld ein Sicherheitsdatenblatt in englischer Sprache. Dort wird dann ein geeigneter Folientyp aus unserem umfangreichen Lieferprogramm für Sie ausgewählt.

Wir können Ihnen Blasfolie und Castfolie herstellen. Die Herstellungsart der Folie hat Auswirkungen auf die Erscheinung / Verhalten der Folie. Es wäre besser, vor der Produktverträglichkeitsprüfung zu wissen, auf welcher Verpackungsmaschine die Folie verarbeitet werden soll.