Fragen & Antworten

Verpackungsgesetz

Verpackungsgesetz - ab 01.01.2019

Das Verpackungsgesetz (VerpackG) hat am 1. Januar 2019 die Verpackungsverordnung (VerpackV) abgelöst. Beide Regelungen konkretisieren die Produktverantwortung für Verpackungen. Wer Verpackungen in Deutschland in Verkehr bringt, sei es, um ein Produkt zu schützen, besser zu vermarkten oder dieses auf dem Postweg zu versenden (Versandver-packung), muss sich bereits vor dem Inverkehrbringen darum kümmern, dass diese Verpackungen ordnungsgemäß entsorgt werden. Dies ist Ausdruck des in Deutschland und der Europäischen Union festgeschriebenen Prinzips der Produktverantwortung des Herstellers. Quelle:www.verpackungsregister.org

Allgemein

Den aus dem Extruder kommenden Folienschlauch kann man in einem anschließenden Arbeitsgang weiterverarbeiten. Dabei werden die Folienrollen, auf die oft mehrere Kilometer Folie aufgewickelt sind, in sog. Konfektionsmaschinen (auch Beutelschweißmaschinen genannt) eingelegt.

Die Folie wird abgewickelt, mit heißen Messern aufgeschnitten und mit Schweißbalken zu den gewünschten Beuteln- oder Sackgrößen geschweißt (die Technik ist im Prinzip die Gleiche wie bei einem im Haushalt verwendeten Folienschweißgerät, mit dem man u.a. Tiefkühlgut einschweißt). Dabei werden in einem Arbeitsgang - je nach Größe des Beutels - nicht nur 1 Beutel, sondern oft 4, 5 oder 6 Beutel hergestellt. Moderne Konfektionsmaschinen schaffen schon 200 und mehr Schweißungen (Takte) in einer Minute, d.h. pro Minute kommen über 1.000 Stück Beutel aus der Konfektionsanlage.

Da die Größe des herzustellenden Beutels vor der Fertigung bekannt ist, muss die Breite und die Dicke der Folie bei der Extrusion schon eingestellt werden. Werden die geforderten Formate bei der Herstellung der Folie nicht eingehalten, kann man nicht mehr das gewünschte Beutelformat herstellen.

Die Folie muss recycelt werden.

Soll eine bedruckte Ware hergestellt werden, wird die Folie nach der Extrusion in einem zusätzlichen Arbeitsgang bedruckt. Dabei wird die Folienrolle von einer Druckmaschine abgewickelt und läuft an mehreren sich drehenden (rotierenden) Druckstempeln vorbei. Auf den Druckstempeln wird vorher ein in eine Gummiplatte gedrücktes Negativ des zu druckenden Bildes befestigt. Jeder Druckstempel bringt eine andere Farbe auf die Folie. Da die Druckmaschine so eingestellt ist, dass jeder Druckstempel in den Druck des vorhergehenden Druckstempels druckt, bildet sich letztlich so das zu druckende Motiv. Nach jedem Schritt ist das End Motiv deutlicher zu erkennen, bis wir schließlich das gewünschte Bild sehen.

Die Folie wird auf der anderen Seite der Druckmaschine wieder aufgewickelt und kommt anschließend, wie oben beschrieben, auf die Konfektionsmaschine.

Hier muss man die Anlage dann so einstellen, da das Motiv immer in der Mitte des Beutel bzw. der Tragetasche erscheint und nicht eine Tragetasche hergestellt wird, die am oberen und unteren Rand je ein halbes Bild zeigt und in der Mitte weiß ist. Das würden unsere Kunden nicht wollen.

Das HDPE oder LDPE Polyethylen wird als Granulat geliefert. Dieses Granulat wird in Extrudern aufgeschmolzen.

Ein Extruder ist vergleichbar mit einem großem Fleischwolf mit einer Heizung. Diese Schmelze wird dann über einen Blaskopf wie ein "Bubbel-Kaugummi" aufgeblasen, abgekühlt und über Walzen zu einem Folienschlauch zusammengelegt.

Der Folienschlauch wird zu großen Rollen aufgewickelt und verkauft oder weiterverarbeitet.

Die unterschiedlichen Eigenschaften von HDPE und LDPE können Sie sehen, fühlen und hören. Durch die schwach verzweigten Molekülketten ist HDPE fester und härter als LDPE. Früher sprach man deshalb auch von HART-PE und WEICH-PE.

  • Eine Folie aus HDPE ist fester und hört sich raschelnd, ähnlich Papier an.
  • Eine LDPE Folie fühlt sich weicher und dicker an. Sie raschelt nicht.

Bedingt durch die höheren Festigkeitseigenschaften kann man heute HDPE Folien bis ca. 5 µ, ein µ - griech. Buchstabe, sprich mü - ist ein tausendstel Millimeter, herstellen, während LDPE Folien selten dünner als 12 µ hergestellt werden.

Dagegen ist eine LDPE Folie von 200 µ noch recht flexibel, während hingegen eine 200 µ HDPE Folie so hart wie ein Brett erscheint.

Ob HDPE Folien oder LDPE Folien eingesetzt werden, entscheiden letztlich das zu verpackende Produkt und unser Kunde. Der Verbraucher kann den Unterschied einfacherweise am angebrachten Recyclingsymbol erkennen:

04 = LDPE

02 = HDPE

Beides ist und bleibt aber immer Polyethylen.

Polyethylenfolie lässt sich wieder aufbereiten, d.h. aus einer benutzen Folie kann man wieder eine "neue" Folie herstellen.

Dazu wird die "Altfolie" in einer Anlage, die im Prinzip wie ein Reißwolf arbeitet, zu kleinen Teilchen zerschnitten.

Diese werden in einen Extruder (vgl. Kapitel vom Polyethylen zur Folie) aufgeschmolzen und wieder zu Folie produziert. Leider werden dabei aber die Molekülketten (vgl. vom Erdöl zum Polyethylen) der Folie "auseinander geschnitten". Die Recyclingfolie hat deshalb weniger gute Festigkeitseigenschaften im Vergleich zu einer Folie, die keine Anteile von Altfolie enthält.

Selbstverständlich wird die Altfolie vor der Wiederaufarbeitung gewaschen, es bleiben aber trotzdem immer Verschmutzungen (z.B. Drucke) auf der Folie haften. Da die Folie bei sehr hohen Temperaturen hergestellt wird, werden Bakterien oder Keime abgetötet. Trotzdem erscheint die Folie trüber als eine Folie aus Neuware. Deshalb werden Folien aus Regenerat häufig eingefärbt und beispielsweise zu blauen oder schwarzen Müllsäcken weiterverarbeitet. Auch wird diese Folie häufig als Abdeck- oder Baufolie verwendet.

Ob es sich um einen Sack oder eine Folie aus Regeneratware handelt, lässt sich auch unschwer am Eigengeruch der Folie feststellen. Folie oder Säcke aus Neuware riechen leicht nach einer verlöschenden Stearinkerze, Folien mit Altfolienanteil haben einen Geruch verbranntem Gummi ähnelnd.

zu PE-Folie

Frage:

... wie Ihnen bekannt ist, benutzen wir PE-Flachfolienzuschnitte als Zwischenlage bei Pflastersteinpaketen. Es kommt vor, dass nicht so gängige Artikel 1-2 Jahre auf unserem Gelände lagern, das heisst, sie sind der Witterung ausgesetzt. Hier haben wir festgestellt, dass sich die Folie auflöst und im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht wird und zur Umweltbelastung wird?

Antwort:

Polyethylen gehört neben anderen Thermoplasten, z.B. Polypropylen, zu den Polyolefinen. Ethylen, der Baustein des Polyethylens, ist das am einfachsten aufgebaute Olefin:

 H    H

 |     |

 C = C

 |     |

 H    H

Die Ethylenmoleküle werden bei der Polymerisation miteinander verknüpft. Dadurch entstehen lange, kettenförmige Makromoleküle aus gleichen Bausteinen. Die Polyethylen-Moleküle enthalten Verzweigungen. Der Grad der Verzweigung der Molekülketten und die Länge der Seitenketten beeinflussen die Eigenschaften des Polyethylens wesentlich.

Unter dem Einfluß von Sauerstoff und Licht werden diese Molekülketten „gesprengt", das Polyethylen zerfällt und löst sich letztlich wieder in seine Ausgangsstoffe Wasser- und Kohlenstoff auf. Dieser Prozeß beginnt sofort, für unser Auge sichtbar wird es aber erst nach ca. 1 Jahr, je nach Sonnenintensität. Deshalb ist Polyethylen umweltfreundlich, es entstehen keinerlei Rückstände, Gase oder sonstige Rückstände.

Gerade dies wollen Sie aber im vorliegenden Fall nicht. Erschwerend kommt hinzu, daß Regeneratfolie aufgearbeitete Altfolie ist. Beim Recycling wird Altfolie kleingeschnitzelt, aufgeschmolzen und neu zu Folie extrudiert. Dadurch werden aber die Molekülketten ganz massiv zerstört, d.h. Sie haben bei einer Regeneratfolie relativ kurze, wenig verzweigte Molekülketten. Die Folie hat demzufolge auch keine hohen mechanischen Festigkeiten mehr.

Folgende Verbesserungsvorschläge wären zu prüfen:

1. Einsatz von transparenter Neuware. Da die Folie zwischen den Steinen dunkel und relativ trocken liegt, dürfte eine Zersetzung relativ langsam erfolgen, lediglich zwischen den Steinen herausragende Folie würde sich zersetzen, ebenso eingesetzte Deckblätter.

2. Einsatz von Neuware, aber mit UV-Schutz ausgerüstet. Nachteil: relativ teuer (ein Angebot fügen wir bei), außerdem käme diese Folie dann auch bei den Artikeln zum Einsatz, die einen weit höheren Lagerumschlag haben.

3. Schutz Ihrer weniger gängigen Artikel durch eine schwarze Abdeckhaube. Schwarz ist der beste Schutz vor Licht und UV Bestrahlung. Es hat aber den Nachteil, daß Sie nicht mehr erkennen, was unter der Folie gelagert wird, sofern Sie nicht etikettieren.

Bitte diskutieren Sie innerhalb Ihres Hauses unsere Vorschläge, wobei wir bei Rückfragen selbstverständlich zu Ihrer Verfügung stehen.

Frage:

...wir suchen Polypropylenfolie klar, durchsichtig, beidseitig "Antibeschlag" behandelt zur Herstellung von Beuteln für Gefriergut. Folienstärke 20-25 µ, 2000-4000 Meter per Rolle, ca. 20-40 Tonnen/ Monat?

Antwort:

Bei der "Antibeschlag" Beschichtung wird ein Antistatikum aufgebracht, welches lebensmittelrechtlich nicht ganz unbedenklich und somit für den Einsatz im Lebensmittelbereich umstritten ist. Bei der Verpackung von Textilien (bspw. Hemden) wäre eine Ausrüstung der Folie mit dem Antistatikum völlig unbedenklich, im vorliegenden Fall nehmen wir aber von einer Angebotsabgabe Abstand. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind eine Event- u. Veranstaltungsagentur im Outdoorbereich. Wir konstruieren gerade ein riesiges Labyrinth. Dieses sollte aus Holz und Folie bestehen. Nun sind wir auf der Suche nach einer Folie, die sehr reißfest ist, wetterbeständig, nicht durchsichtig und eine Breite von ca. 250 cm hat. Die Länge wird gerade berechnet, werden aber sicherlich 2000 - 3000 m sein. Könnten Sie uns diesbezüglich helfen?

Antwort:

Wir verarbeiten ausschließlich umweltfreundliches Polyethylen (PE). PE hat die Eigenschaft, sich unter der Einwirkung von Licht und Sauerstoff zu zersetzen und in seine Ausgangsstoffe Kohlenstoff und Wasserstoff aufzulösen.

Durch die Beigabe von sog. UV-Stabilisatoren bei der Herstellung der Folie kann man dieses Phänomen verzögern. Auch eine Schwarzeinfärbung der Folie verzögert bereits die Zersetzung - und - Sie haben eine undurchsichtige Folie (die Frage ist halt nur, ob Ihnen das gefällt).

Eine dickere Folie zersetzt sich langsamer und hat höhere Festigkeitswerte. Wir würden Ihnen eine schwarz eingefärbte Folie (evtl. zusätzlich uv-stabilisiert) in einer Folienstärke von 250 - 300 my (0,250 - 0,300 mm) empfehlen.

Frage:

...bitte senden sie mir sämtliche Informationen über Ihre Aluverbundbeutel (Größen, Stärke, Abnahmemenge, Spezifikation, Preis). Weiters benötige ich Auskunft über die Wasserdampfdurchlässigkeit des Materials und ob man diese Folie mit einem Folienschweißgerätverschließen kann. Ich danke Ihnen bereits im voraus.

Antwort:

Aluverbundbeutel sind Beutel, die aus einer Aluminiumverbundfolie hergestellt sind.

  • Lieferbar mit oder ohne Einreißkerbe zum besseren Öffnen.  
  • Aluverbundfolie ist eine Folie, bei der eine Aluminiumfolie gegen andere Folien kaschiert (geklebt) wird. Es sind hier verschiedene Folienaufbauten bzw. Folienkombinationen möglich. Die Aluminiumschicht macht die Folie wasser- und wasserdampfdicht.
  • Aluverbundfolienbeutel bieten Schutz vor Korrosion, Farbveränderungen, UV-Strahlen, Säuren und Basen, Gerüchen sowie mechanischen Beschädigungen. Darüber hinaus sind die Beutel zur Langzeitkonservierung geeignet.
  • Die Aluverbundbeutel sind heißsiegelfähig, aber auch mit Clipsen verschließbar.
  • Die Beutel sind lösungsmittelfrei. 

Frage:

Ist Polyethylen in der Herstellung, beim Gebrauch oder in der Entsorgung umweltgefährdend?

Antwort:

Polyethylen ist unter ökologischen Gesichtspunkten eines der umweltfreundlichsten Materialien:

  • Es ist ein effizientes Material. Für die weltweite Produktion von Polyethylen wird jährlich noch nicht einmal 1 Prozent der gesamten Erdöl- und Erdgasproduktion aufgewendet.
  • Die Herstellung von Polyethylen ist relativ sauber und effizient: Der Schadstoffausstoß ist minimal, und es entsteht nahezu kein Abfall.
  • Polyethylen ist sehr gut wiederverwertbar. Es handelt sich um thermoplastisches Material, d.h. man kann es nahezu unbegrenzt einschmelzen und wieder zu neuen Produkten verarbeiten. So werden heute Tragetaschen und Hausmüllsäcke aus recyceltem Polyethylen hergestellt.
  • Wenn Polyethylen nach Gebrauch eingesammelt wird und nicht neu verarbeitet werden kann, stellt es einen hochwertigen Brennstoff im Rahmen der Energiegewinnung dar.

Frage:

Telefonische Anfrage des Sicherheitsbeauftragten eines Kundens, der Schrumpfhauben bezieht:

...von den Mitarbeitern des Betriebes kam die Anfrage, ob der Eigengeruch der Schrumpfhaube und der beim Einschrumpfen der Palette entstehende Geruch gesundheitsgefährdend ist?

Antwort:

Sehr geehrter Herr S., Wir nehmen Bezug auf unser Telefonat von heute vormittag.

Polyethylen gehört neben anderen Thermoplasten, z.B. Polypropylen, zu den Polyolefinen. Ethylen, der Baustein des Polyethylens, ist das am einfachsten aufgebaute Olefin:

H    H

|     |

C = C

|     |

H    H

Die Ethylenmoleküle werden bei der Polymerisation (daher die Bezeichnung Polyethylen) miteinander verknüpft. Dadurch entstehen lange, kettenförmige Makromoleküle aus gleichen Bausteinen. Eine Polymerisation können Sie sich wie eine Art Kochvorgang in einem Schnellkoch-Drucktopf vorstellen. Unter Wärme und Druck wird die C = C Doppelbindung aufgebrochen und kann sich so mit einem anderen Molekül verbinden.

Die Polyethylen-Moleküle enthalten Verzweigungen. Der Grad der Verzweigung der Molekülketten und die Länge der Seitenketten beeinflussen die Eigenschaften des Polyethylens wesentlich.

Unter dem Einfluß von Sauerstoff und Licht werden diese Molekülketten "gesprengt", das Polyethylen zerfällt und löst sich letztlich wieder in seine Ausgangsstoffe Wasser- und Kohlenstoff auf. Dieser Prozeß beginnt sofort, für unser Auge sichtbar wird es aber erst nach ca. 1 Jahr, je nach Sonnenintensität. Deshalb ist Polyethylen umweltfreundlich, es entstehen keinerlei Rückstände, Gase oder sonstige Rückstände. Ausgangsprodukt aller Folien aus Polyethylen (Polyethylen gibt es als HDPE und LDPE. Den Unterschied sieht und fühlt man den Zahlen 2 bzw. 4 im Recyclingsymbol) ist Polyethylengranulat, was man von großen Chemiefirmen wie beispielsweise BASF oder Degussa-Hüls beziehen kann.

Dieses Granulat wird in Extrudern aufgeschmolzen (ein Extruder ist vergleichbar einem großem Fleischwolf mit einer Heizung). Diese Schmelze wird dann über einen Blaskopf wie ein "Bubbel-Kaugummi" aufgeblasen, abgekühlt und über Walzen zu einem Folienschlauch zusammengelegt. Der Folienschlauch wird zu großen Rollen aufgewickelt und u.a. zu Schrumpfhauben weiterverarbeitet.

Beim Aufschmelzen und anschließendem Blasen der Folie entsteht ein Geruch, einer brennenden Stearinkerze ähnelnd. Sie können das nachvollziehen, indem Sie ein Stück Folie anzünden und am entstehenden Qualm riechen (Achtung: Vermeiden Sie, daß Ihnen abtropfendes, aufgeschmolzenes Polyethylen auf die Haut oder Kleidung tropft. Führt zu schmerzhaften Verbrennungen). Dieser Geruch verflüchtigt sich relativ schnell und ist absolut gesundheitlich unbedenklich.

Da die von Ihnen eingesetzten Schrumpfhauben sofort nach Fertigung zusammengelegt und verpackt werden, hat dieser Geruch keinerlei Chance, sich zu verflüchtigen. Deshalb riecht die Folie beim Auseinanderfalten und beim Überziehen über die Palette. Dieser Geruch ist aber relativ schnell verflogen und geht auch in keinsterweise auf Ihr zu verpackendes Gut über.

Wir hoffen, diese Ausführungen kommen Ihren Erwartungen einigermaßen entgegen. Sollten Sie weitere Fragen haben, lassen Sie es uns bitte wissen. Wir beraten und informieren Sie gerne.

Frage:

Im Rahmen eines Projektes mit einem Kunden suchen wir eine atmungsaktive Folie. Durch die Folien sollte auch Stickstoff diffundieren können. Können Sie uns bitte mitteilen, wie dick Ihre Folien sind?

Antwort:

Hochdruckpolyethylen (LDPE - Low Density PolyEthylene) ist wie alle Kunststoffe für Gase und Dämpfe durchlässig. Diese Durchlässigkeit spielt vor allem bei Verpackungsmaterialien eine große Rolle. Bei Folien wird im allgemeinen nicht der Permeationskoeffizient P, sondern die Durchlässigkeit q angegeben, ohne die Werte auf Dickeneinheiten zu reduzieren. Nachfolgend die Durchlässigkeit einer 100 my dicken LDPE-Folie (Dichte 0,918 g/cm³) für verschiedene Gase und Dämpfe bei 23°C:

Gas oder Dampf          Durchlässigkeit cm³/m² x d x bar (DIN 53 380)
Stickstoff700
Sauerstoff2.000
Helium5.000
Wasserstoff8.000
Kohlendioxid10.000
Schwefeldioxid40.000
Ethylendioxid100.000
Methylbromid300.000
Wasserdampf1g/m² x d (DIN 53122)

Die Durchlässigkeit ist abhängig von der Dichte und der Dicke der Folie. Wir fertigen LDPE Folien ab einer Stärke von ca. 20 my bis annähernd 500 my, HDPE (Dichte ca. 0,95 g/cm³) in Stärken ab 7 my bis ca. 150 my.

Außer der Foliendicke und der Dichte beeinflussen die chemische Natur des Füllgutes, die Lagertemperatur und die Lagerungsdauer die Durchlässigkeit.

zu wasserlöslicher Folie

Frage:

... wir planen den Einsatz wasserlöslicher Folien. Wie lässt sich diese verschweißen?

Antwort:

Wasserlösliche Folie läßt sich mit den üblichen Thermoschweißgeräten verschweissen. Bei dem einen oder anderen Typ kann es aber notwendig sein, die Schweißzeit und -temperatur zu erhöhen. Dies sind Werte und Erfahrungen, die man vor Ort ermitteln muss.

Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin in den Niederlanden für ein Expertisenbüro tätig und im Rahmen dieser Tätigkeit auf folgendes Problem gestossen. Beim Herstellen eines Betonfussbodens hat sich herausgestellt das sich Kunststoffoliestücken im Beton befanden. Scheinbar haben sich die (wasserlöslichen) Säcke der dem Beton zugegebenen Farbpigmente nicht restlos aufgelöst. Sind ihnen derartige Probleme bereits bekannt. Falls ja worin liegt die Ursache? Laut Betonzulieferer befand sich der Beton 2 Stunden im Mischer. Eine Vermutung ist, dass sich die Knoten der Folienbänder mit denen die Säcke zugebunden werden nicht aufgelöst haben...

Antwort:

Sehr geehrter Herr ......,

das Problem kann unterschiedliche Ursachen haben:

1. wie Sie schon richtig vermuten, daß der Knoten zu dick ist und die Folie deshalb zu lange braucht um sich aufzulösen.

2. Es handelt sich um ein Kompatibilitätsproblem, d.h. das Produkt (Betonfarbe) ist eine chemische Reaktion mit der Folie eingegangen. D.h. die Folie löst sich nicht mehr auf oder benötigt Heißwasser.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten Sie um Unterstützung bei der Lösung eines Verpackungsproblems.
Für ein Entwicklungsprodukt (Feststoff) unserer Firma suchen wir eine
lösliche Folienverpackung. Die Auflösung soll nicht in reinem Wasser erfolgen, sondern in einer wässrigen Lösung.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Antwort:

Guten Tag, Frau Dr. ...

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Ich sende Ihnen mit seperater Post Unterlagen und Muster wasserlöslicher Folie zu.

Bitte beachten Sie, daß bei Einsatz einer wasserlöslichen Folie (Material PVOH) im Vorfeld eine Produktverträglichkeit notwendig ist. Es kann eine Reaktion zwischen Folie und Produkt erfolgen, d.h. die Folie kann sich u.U. nicht mehr auflösen. Das Füllprodukt darf auch max. 5% Wasser beinhalten, ansonsten löst sich die Folie sofort auf.

Produktverträglichkeitsprüfungen können wir für Sie durchführen lassen, ich benötige dazu im Vorfeld ein Sicherheitsdatenblatt. Dort wird dann ein geeigneter Folientyp aus unserem umfangreichen Lieferprogramm für Sie ausgewählt.

Wir können Ihnen Blasfolie und Castfolie herstellen. Die Herstellungsart der Folie hat Auswirkungen auf die Erscheinung / Verhalten der Folie. Es wäre besser, vor der Produktverträglichkeitsprüfung zu wissen, auf welcher Verpackungsmaschine die Folie verarbeitet werden soll.